Gelb-, Weiß- und Roségold sind alle echtes Gold mit demselben Feingehalt – etwa 585 oder 750. Die Farbe entsteht erst durch die beigemischten Metalle. So unterscheiden sich die drei.
Gelbgold
Der Klassiker: Mit Kupfer und Silber gemischt, bekommt Gold seine warme, goldene Farbe. In der türkischen Tradition ist besonders das satte 916er Gelbgold beliebt – es lässt sich gut bearbeiten und eignet sich wunderbar für filigrane Arbeiten.
Weißgold
Helle Metalle wie Palladium oder Silber geben dem Gold einen silbrig-weißen Ton. Oft kommt noch eine Rhodium-Schicht dazu, die sich nach Jahren auffrischen lässt. Modernes Weißgold mit Palladium ist nickelfrei und damit hautfreundlich.
Roségold
Mehr Kupfer gibt dem Gold seinen warmen, rosé bis roten Ton – je mehr, desto kräftiger. Roségold wirkt modern und romantisch und ist durch das Kupfer recht widerstandsfähig.
Woraus die Farben entstehen
Reines Gold ist für den Alltag zu weich. Erst die Beimischung anderer Metalle macht es haltbar – und gibt ihm zugleich seine Farbe.
| Farbe | Beimischung (neben Gold) | Wirkung |
|---|---|---|
| Gelbgold | Kupfer + Silber | warmer, klassischer Goldton |
| Weißgold | Palladium oder Silber (früher Nickel) | silbrig-weiß, meist rhodiniert |
| Roségold | überwiegend Kupfer | rosé bis rot – mehr Kupfer, kräftiger |
| Grüngold | überwiegend Silber | blasses Grüngelb (selten) |
Wichtig zu wissen: Der Goldgehalt ist bei allen Farben gleich – 585 enthält immer 58,5 % reines Gold, 750 genau 75,0 %. Nur die übrigen Metalle unterscheiden sich, der Goldwert bleibt derselbe.
Warum 22 Karat fast immer gelb ist
Je höher der Feingehalt, desto weniger Platz bleibt für farbgebende Metalle. Deshalb ist 916er Gold (22 Karat) kräftig gelb und kommt der natürlichen Goldfarbe am nächsten – Weiß- und Roségold gibt es überwiegend in 585 oder 750.
Welche Farbe für wen?
Das ist vor allem Geschmackssache und eine Frage des Hauttons. Gut zu wissen: Bei gleichem Feingehalt ist der Goldwert gleich, egal welche Farbe. Gern zeigen wir Ihnen die Töne direkt nebeneinander.