Warum sich der Goldpreis ständig bewegt
Gold wird rund um die Uhr gehandelt: Wenn in Asien der Handel endet, öffnet Europa, danach New York. Der Preis reagiert auf Zinsen, Wechselkurse, Inflationserwartungen und politische Ereignisse. Für Sie heißt das: Der Wert eines Schmuckstücks ist keine feste Größe, sondern folgt dem Weltmarkt.
Vom Weltmarktpreis zum Preis im Laden
Der Weltmarktpreis gilt für reines Feingold (999,9) je Feinunze, also je 31,1035 Gramm. Schmuck besteht aus Legierungen: 585er Gold enthält 58,5 Prozent Feingold, 916er rund 91,6 Prozent. Aus dem Weltmarktpreis lässt sich damit der reine Materialwert ableiten – im Richtwert-Rechner können Sie das selbst nachvollziehen. Beim Verkauf kommen Schmelz- und Scheidekosten sowie die Handelsspanne hinzu, beim Kauf die Verarbeitung.
Der Euro spielt mit
Der internationale Goldpreis wird in US-Dollar notiert. Für den Preis in Euro zählt deshalb auch der Wechselkurs: Ein schwächerer Euro verteuert Gold hierzulande, selbst wenn der Dollarpreis unverändert bleibt. Der Währungsrechner auf dieser Seite zeigt Ihnen die aktuellen Richtkurse.
Was das für Ihre Entscheidung bedeutet
Tagesschwankungen von wenigen Euro je Gramm sind normal und lassen sich nicht verlässlich vorhersagen. Wer verkauft, sollte den Kurs im Blick behalten, aber nicht auf den perfekten Tag warten. Wer kauft, achtet eher auf Machart, Feingehalt und Aufgeld als auf den Tageskurs – Näheres unter Barren oder Münzen.